Ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus allen drei D-Mannschaften sah sich als Gruppenerster auf einmal in der Endrunde wieder, und das trotz einer sehr starken Gruppenzusammensetzung mit einigen uns bislang unbekannten gegnerischen Teams. Obwohl die ersten zwei Spiele ziemlich verschlafen wurden, fanden die Mädchen als Mannschaft zusammen und gewannen schließlich Spiel um Spiel. Das Halbfinale wurde gegen die Leonberger gewonnen, die sich damit und auch insgesamt gesehen als hervorragender Gastgeber erwiesen. Im Finale stand unsere junge Mannschaft gegen die physisch weit überlegenen Heimsheimer. Überraschender Weise konnten sich unsere Kleinen mehr Chancen erarbeiten, allerdings hieß es am Ende der regulären Spielzeit „Gleichstand“. In der Verlängerung wurde es unglaublich spannend. Die beiden Finalisten neutralisierten sich weitgehen, bis wie aus dem nichts ein Gegentor fiel. In den letzten beiden Minuten rannten unsere Mädchen wie verrückt gegen die Mauern des Gegners an, um durch ein Kopfballtor (!) in der letzten Sekunde der Verlängerung den Ausgleich zu erzielen.
Im Elfmeterschießen verloren, konnten wir den nie erwarteten zweiten Platz frenetisch feiern.
In Sachen Atmosphäre, Gastfreundschaft, Orga , Teamleistung, Freundschaft und letztendlich Platzierung war das Turnier in Leonberg in jeder Hinsicht ein Gewinn.
Ricky
keine Kategorie
Am Ende des Tages zählt nur….das letzte Spiel
Heute war alles drin: Unglücklich gefangene Tore, unglücklich nicht geschossene Tore, Weinkrämpfe, Wutanfälle, Beschimpfungen der eigenen Leute, Tätlichkeiten, kurzum Trainern und Eltern waren heute sehr gefordert im Tränentrocknen, Beruhigen, Wogen glätten, Schlichten, und so weiter und so fort. Kein einfacher Tag also, in diesem unfassbar perfekt organisierten Turnier in Denkendorf. Nach dem dritten – ja unglücklichen -Spielverlauf, warf mein 7 jähriger (!!!) Torspieler seine Torwarthandschuhe von sich mit den Worten: „ich beende hiermit meine Karriere“. Und während ich noch sinniere über Karriereausrichtungen, schießen die Jungs ein Tor nach dem anderen und all der Ärger, Wut und Frust entlädt sich nach der Emotionskumulation in so frenetischem Jubel, dass man meinen könnte, wir hätten die WM gewonnen und nicht das Spiel um Platz 9.
Aufgeräumt und mit strahlenden Gesichtern lassen uns die Knirpse fassungslos das Fazit ziehen: Wir müssen dringend noch an der emotionalen Stabilität und dem Teamgeist arbeiten- kicken können wir nämlich, und ganz zentral: Entscheidend ist das letzte Spiel, denn ein verlorenes Finale ist schlimmer als ein eroberter neunter Platz- zumindest, wenn man sieben ist 😉
Ricky
